Architektur, Schnittstellen, Datensouveränität
Im Vertriebsgespräch reden wir von Bausteinen, weil das die Sprache der Produktion ist. Sobald Ihre IT am Tisch sitzt, dreht sich das um. Hier steht, was technisch passiert.
Technisches Gespräch vereinbaren Direkt zu den SchnittstellenDrei Ebenen, klar getrennt
METRIQ ersetzt kein System, sondern legt sich als Auswertungsschicht darüber: liest aus definierten Quellen, schreibt gezielt zurück, über Schnittstellen, die Sie kontrollieren.
Lesend, wo möglich
Der Regelzugriff auf Ihre Bestandssysteme ist lesend. Schreibend wird nur dort gearbeitet, wo es fachlich gewollt ist, etwa bei Bestellvorschlägen oder freigegebenen Rezepturen.
Ein Deployment je Kunde
Es gibt keine gemeinsam genutzte Datenhaltung über Kunden hinweg. Jede Installation ist getrennt, unabhängig von der Betriebsvariante.
Kein Systemwechsel
Ihr ERP bleibt Ihr ERP, Ihr MES bleibt Ihr MES. METRIQ wird nicht zum führenden System und beansprucht keine Datenhoheit.
Drei Betriebsmodelle. Ihre Entscheidung, nicht unsere
Die Wahl hängt an Ihrer Sicherheitsleitlinie und Netzsituation, nicht an der Technik. Alle drei Varianten laufen produktiv und lassen sich später wechseln. In allen drei Varianten bleiben Infrastruktur und Datenhaltung bei Ihnen.
| Variante | Wo läuft was | Typisch geeignet für | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| On-Premise | Vollständig in Ihrem Rechenzentrum. Keine ausgehende Datenverbindung für den Betrieb erforderlich. | Rezeptursensible Betriebe, strenge Konzernvorgaben, Betriebe ohne Cloud-Freigabe | Sie stellen Hardware und Betriebssystempflege; Updates laufen über ein vereinbartes Fenster |
| Edge | Auswertung auf einem Gerät direkt an der Linie, Ergebnisse gehen in die zentrale Instanz. | Kamera-Intelligenz, alles mit kurzen Reaktionszeiten | Hardware je Prüfstelle stellen Sie bereit; wir benennen vorab, welche |
| EU-Cloud | In Ihrer eigenen Cloud-Umgebung mit Rechenzentrum in der EU. Sie stellen die Zugänge, wir installieren die Bausteine darin. | Betriebe mit bestehender Cloud-Umgebung und ohne eigene Server | Ausgehende Verbindung für Updates nötig; die Cloud-Zugänge stellen Sie bereit |
Updates und Wartung
Engine- und Modellupdates sind im monatlichen Preis enthalten und laufen in einem mit Ihnen vereinbarten Fenster, On-Premise nur mit Ihrer Freigabe.
Exit und Datenmitnahme
Bei Vertragsende bekommen Sie eingebrachte und abgeleitete Daten in einem offenen Format. Über die Kündigungsfrist hinaus bindet Sie nichts.
Schnittstellen und Bestandsanlagen
Die häufigste Sorge: Der Maschinenpark sei zu alt oder zu gemischt. Genau das ist unsere Ausgangslage. Eine flächendeckende Modernisierung ist keine Voraussetzung.
| Kategorie | Üblicher Zugriff | Anmerkung |
|---|---|---|
| ERP | SAP, Microsoft Dynamics / Navision / Business Central, proALPHA und andere, über vorhandene APIs, Datenbanksichten oder geplante Exporte | Lesend als Regelfall; schreibend nur für definierte Vorgänge wie Bestellanforderungen |
| MES / BDE | Auftrags-, Rückmelde- und Kapazitätsdaten über Schnittstelle oder Datenbank | Liefert den Auftragsbezug, ohne den viele Auswertungen wertlos wären |
| Steuerungen | OPC UA, Siemens S7, Modbus, lesend über eine Gateway-Komponente | Kein Eingriff in die Steuerung; wo nichts anliegt, wird punktuell Sensorik nachgerüstet |
| Zeitreihen | Historian-Systeme und Prozessdatenarchive | Ideale Quelle für die Verwurf-/Ausschuss-Vermeidung, weil die Historie bereits vorliegt |
| Labor | LIMS-Exporte, Analysewerte, Chargenprotokolle | Häufig als CSV. Das genügt für den Einstieg vollständig |
| Dokumente | Technikerberichte, Handbücher, Schaltpläne, Schichtbücher, auch gescannte PDF | Braucht überhaupt keine Maschinenanbindung; deshalb der realistischste Einstiegspunkt |
| Bild | Industriekameras, oft auch bereits vorhandene Systeme | Auswertung auf Edge-Hardware an der Linie, nicht in der Cloud |
| Dateien | CSV, Excel, geplante Exporte aus beliebigen Systemen | Der pragmatische Weg für die Machbarkeitsprüfung, wenn eine API-Freigabe länger dauert als die Machbarkeitsprüfung selbst |
Für die Machbarkeitsprüfung brauchen wir keine produktive Systemanbindung. Ein Datenexport reicht meist und erspart Ihnen eine Freigabeschleife, die länger dauern kann als die Prüfung selbst. Die saubere Anbindung folgt mit der Entscheidung für den Produktivbetrieb.
Datensouveränität ist bei uns kein Marketingwort
„100 % EU-souverän“ ist die einzige Prozentangabe auf dieser Website ohne Einschränkung. Sie beschreibt eine Architekturentscheidung, keine erhoffte Wirkung, und ist deshalb nachprüfbar.
Was wir zusagen
- Infrastruktur und Datenhaltung bleiben zu 100 % in Ihrer Hand. Wir bringen die KI-Engines und die Software darüber mit
- Ihre Prozess-, Rezeptur- und Berichtsdaten werden nicht zum Training von Modellen verwendet, die anderen Kunden zur Verfügung stehen
- Getrennte Instanz je Kunde, keine kundenübergreifende Datenhaltung, auch nicht im Cloud-Betrieb
- Verarbeitung ausschließlich innerhalb der EU oder vollständig in Ihrem Netz
- Rollen- und Rechtekonzept mit Protokollierung der Zugriffe
- Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung
- Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, wo eine Verarbeitung im Auftrag stattfindet
Wo Sie genau hinschauen sollten
- Bei jedem Anbieter, der KI-Funktionen über Fremd-APIs bezieht, ohne den Verarbeitungsort zu benennen
- Bei Formulierungen wie „anonymisiert zur Produktverbesserung“ fragen Sie nach, was das konkret bedeutet
- Bei Verträgen, die eine Datenmitnahme bei Kündigung nicht regeln
Wir beantworten sie im technischen Gespräch konkret, inklusive der Frage, welche Komponenten von Dritten stammen und wo sie betrieben werden.
EU AI Act: wie wir unsere Bausteine einordnen
Diese Frage taucht in Beschaffungsprozessen inzwischen oft auf, und viele Anbieter weichen aus. Hier unsere Einordnung, mit dem Hinweis, dass die verbindliche Einstufung Ihr Betrieb als Betreiber vornimmt, nicht wir.
Unsere Einordnung der Bausteine
Die Bausteine sind Entscheidungsunterstützung: Sie werten aus, schlagen vor, begründen. Sie steuern keine Anlage und entscheiden nicht über Menschen. Damit fallen sie nach unserer Einschätzung nicht unter die hochriskanten Anwendungsfälle des AI Act.
Zwei Konstellationen würden das ändern, und darauf weisen wir aktiv hin: ein Baustein als Sicherheitsbauteil einer Maschine, oder KI zur Bewertung von Beschäftigten. Beides schließen wir konstruktiv aus: Die Bausteine greifen nicht steuernd ein, und Personenbezug ist nicht Gegenstand der Auswertung.
Was wir Ihrer Compliance liefern
- Beschreibung von Zweck, Datengrundlage und Funktionsweise je Baustein
- Dokumentation, welche Ausgaben Vorschläge sind und wo die menschliche Entscheidung liegt
- Protokollierung der Systemausgaben für die Nachvollziehbarkeit
- Benennung eingesetzter Fremdkomponenten und ihres Betriebsorts
- Unterstützung bei Ihrer eigenen Risikoeinstufung
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung, und wir stufen nicht rechtsverbindlich ein. Was wir anbieten: Unterstützung bei der Bewertung durch Ihre Rechtsabteilung, und einen Hinweis, wenn ein gewünschter Anwendungsfall die Einordnung verändert.
Was IT-Verantwortliche uns fragen
So wenig wie möglich. Regelfall ist lesender Zugriff auf definierte Objekte, kein Generalzugang zur Datenbank. Schreibende Zugriffe vereinbaren wir einzeln, meist für Bestellanforderungen oder freigegebene Rezepturen.
Für die Machbarkeitsprüfung genügt meist ein Datenexport, also gar kein Systemzugriff.
On-Premise nicht: Die Bausteine laufen in Ihrem Netz, Updates kommen im vereinbarten Fenster. Die EU-Cloud braucht eine ausgehende Verbindung, eingehende in Ihr Netz auch dort nicht.
Bei unseren Bausteinen arbeiten wir grundsätzlich ausschließlich EU-souverän. Am liebsten hosten wir lokal bei Ihnen, und eigene KI-Modelle trainieren wir ebenfalls lokal. Wo große KI-Modelle zum Einsatz kommen, dann nur in der EU gehostet.
Welche Komponenten im Einzelnen von Dritten stammen, inklusive Betriebsort und Lizenzsituation, beantworten wir im technischen Gespräch. Eine berechtigte Frage, und wer ihr ausweicht, hat etwas zu verbergen.
Die Bausteine sind kein Bestandteil Ihrer Produktionssteuerung. Fällt METRIQ aus, produzieren Sie weiter wie vorher: Sie verlieren die Auswertung, nicht die Fertigung. Eine bewusste Architekturentscheidung, denn kein System von uns soll eine Linie stoppen können.
Das hängt vom Betriebsmodell ab. Wir brauchen Leserechte auf die relevanten Systeme, und Sie stellen die Hardware oder die Cloud-Zugänge bereit. Wir bringen die KI-Engines und die Software darüber mit und halten beides aktuell. Infrastruktur und Datenhaltung bleiben zu 100 % in Ihrer Hand.
Der größte Aufwand entsteht einmalig bei der Anbindung: meist ein bis drei Termine mit dem Kollegen, der Ihr ERP oder MES betreut.
Eine Stunde, eine ehrliche Einschätzung
Nicht Technik, sondern eine Frage: Wo drückt der Schuh in Ihrer Produktion, und was kostet Sie das ungefähr? Wir kennen die Antworten aus vergleichbaren Betrieben und sagen offen, wenn sich ein Einstieg nicht rechnet.
Kein IT-Aufwand, keine Vorbereitung, keine Unterlagen nötig. Wenn es passt, folgt die Machbarkeitsprüfung an einer Linie oder einem Datensatz, mit vorab festgelegtem Umfang und Preis.
Jürgen Bruns
Geschäftsführer und Data Scientist. Baut seit 2016 KI-Systeme in Produktionsprozessen
und führt das Erstgespräch selbst.
Industriering 4
49393 Lohne (Oldenburg)