60 Minuten Erstgespräch
Baustein · Computer Vision · Prüfen, Zählen, Verfolgen

Kamera-Intelligenz

⚙️ Produktion🌾 Agrifood

Kameragestützte Auswertung direkt vor Ort: Werkzeugverschleiß und die Qualität von Zwischen- und Endprodukten prüfen, Objekte über die Zeit zählen und verfolgen, Anomalien erkennen und daraus verwertbare Informationen ableiten. Jedes Ergebnis ist mit Bild belegt.

60 Minuten Erstgespräch sichern Was in der Machbarkeitsprüfung passiert
Das Problem

Hinsehen ist teuer, ermüdend und nicht belegbar

In vielen Betrieben prüfen Menschen im Takt: Ist das Etikett gerade, sitzt die Dichtung, hat das Werkzeug einen Ausbruch, ist die Naht sauber. Das funktioniert, aber nicht gleichmäßig über acht Stunden.

Dasselbe gilt überall, wo Menschen zählen oder beobachten: Stückzahlen an der Werkbank, Bewegungen im Lager, das Verhalten eines Bestands im Stall. Gezählt wird stichprobenartig, beobachtet wird, wenn gerade jemand Zeit hat.

Die Trefferquote schwankt mit der Schicht, der Tageszeit und der Stückzahl. Und wenn drei Wochen später eine Reklamation kommt, lässt sich nicht mehr belegen, in welchem Zustand das Teil das Haus verlassen hat.

Klassische Bildverarbeitung löst das nur teilweise: Regelbasierte Systeme funktionieren bei konstanten Bedingungen gut, scheitern aber an Varianten, wechselnden Beleuchtungen und Fehlerbildern, die man vorher nicht beschreiben kann.

Woran Sie es im Betrieb merken

  • Zwei oder mehr Mitarbeiter sind dauerhaft mit Sichtprüfung gebunden
  • Die Prüfqualität schwankt über die Schicht
  • Bei Reklamationen fehlt der Nachweis über den Auslieferungszustand
  • Werkzeugverschleiß wird erst bemerkt, wenn Teile bereits schlecht sind
  • Stückzahlen, Durchläufe und Bestände werden von Hand gezählt und stimmen selten
  • Auffälligkeiten im Stall oder im Lager fallen erst auf, wenn jemand zufällig hinsieht
  • Bestehende Kamerasysteme scheitern an Varianten und Beleuchtungswechseln
So arbeitet der Baustein

Sehen, auswerten, dokumentieren

Der Baustein liefert die Intelligenz: Auswertung und Dokumentation. Kamera und Edge-Gerät stellen Sie, die Auswertung läuft direkt vor Ort, an der Linie, an der Werkbank, im Stall oder im Lager, ohne Umweg über eine Cloud und ohne Abhängigkeit von Ihrer Netzwerkverfügbarkeit.

Schritt 1

Anlernen

Das Modell wird auf Ihren Bildern trainiert: Gut- und Schlechtteile, die Objekte, die gezählt oder verfolgt werden sollen, und der gewohnte Normalzustand. Seltene Fälle werden gezielt ergänzt.

Ihre Bilder, Ihre Fälle
Schritt 2

Prüfen, zählen, verfolgen

Einheiten werden im Takt bewertet, Objekte über die Zeit gezählt und verfolgt, Abweichungen vom Normalzustand gemeldet. Grenzfälle gehen an den Menschen statt in eine automatische Entscheidung.

Laufend vor Ort
Schritt 3

Belegen

Bild, Ergebnis und Bezug zu Auftrag, Stellplatz oder Zeitpunkt werden gespeichert und zu Kennzahlen verdichtet, durchsuchbar, auch Monate später.

Nachweis und Kennzahlen
Was er bringt

Gleichbleibende Prüfung, verlässliche Zahlen und ein Nachweis, den Sie vorlegen können

Der offensichtliche Nutzen ist die Entlastung: Prüfpersonal wird für Aufgaben frei, die tatsächlich Erfahrung erfordern. Das ist in Zeiten knapper Fachkräfte oft das stärkere Argument als die Fehlerquote.

Der zweite Nutzen zeigt sich erst bei der ersten Reklamation: Wenn Sie das Bild der ausgelieferten Einheit vorlegen können, verläuft das Gespräch mit Ihrem Kunden grundlegend anders.

Beim Zählen und Verfolgen kommt ein dritter Nutzen dazu: Bestände, Durchläufe und Auffälligkeiten liegen laufend als Zahl vor, statt gelegentlich geschätzt zu werden.

  • Gleichbleibende Prüfqualität über alle Schichten
  • Prüfpersonal wird für anspruchsvollere Aufgaben frei
  • Bilddokumentation jeder geprüften Einheit mit Auftragsbezug
  • Werkzeugverschleiß wird sichtbar, bevor er Ausschuss erzeugt
  • Stückzahlen, Durchläufe und Bestände laufend erfasst statt geschätzt
  • Auffälligkeiten werden gemeldet, wenn sie entstehen
  • Grenzfälle gehen an den Menschen statt in eine falsche Automatikentscheidung
Warum wir nicht „0 % Fehler“ schreiben

Kein optisches Prüfsystem erreicht null Fehler, weder ein menschliches noch ein maschinelles. Erreichbar ist eine gleichbleibende, messbare und dokumentierte Prüfqualität statt einer schwankenden. Wer Ihnen null verspricht, hat Ihre Teile nicht gesehen.

Wofür der Baustein eingesetzt wird

  • Prüfen: Werkzeugverschleiß sowie die Qualität von Zwischen- und Endprodukten im Takt
  • Zählen und verfolgen: Objekte über die Zeit erfassen, etwa Stückzahlen, Durchläufe oder Bestände
  • Anomalien erkennen: Abweichungen vom gewohnten Bild melden, bevor sie jemandem zufällig auffallen
  • Informationen ableiten: aus Zählungen und Verläufen Kennzahlen für Planung und Steuerung gewinnen

Beispiele aus der Praxis

  • Stallmonitoring: Aktivität, Verteilung und Auffälligkeiten im Bestand laufend beobachten
  • Werkbank-Tracking: nachvollziehen, welche Werkstücke und Arbeitsschritte wann bearbeitet wurden
  • Lagerhaltung: Bestände, Ein- und Auslagerungen und die Belegung von Stellplätzen erfassen
Voraussetzungen

Was wir von Ihnen brauchen

Für den laufenden Betrieb braucht dieser Baustein Hardware vor Ort: Kamera, Beleuchtung, Edge-Gerät. Die stellen und bezahlen Sie, wir liefern die Intelligenz darauf und benennen nach der Machbarkeitsprüfung, welche Hardware nötig ist. Für die Machbarkeitsprüfung selbst genügen meist Aufnahmen, die es bei Ihnen schon gibt.

Was Sie zum Anlernen brauchen

Beispielteile, auch fehlerhafte. Das ist regelmäßig der Engpass: Gutteile gibt es reichlich, dokumentierte Schlechtteile selten. Wo sie fehlen, sammeln wir sie im laufenden Betrieb ein, bevor das System scharf geschaltet wird. Das verlängert die Einführung, macht sie aber belastbar. Für Zähl- und Tracking-Aufgaben genügen meist Aufnahmen aus dem normalen Betrieb, die wir gemeinsam markieren.

Schnittstellen im Detail

Die Machbarkeitsprüfung

Eine Stelle, echte Bedingungen

Die Machbarkeitsprüfung läuft drei Wochen an genau einer Prüf- oder Beobachtungsstelle und bleibt bewusst schlank: Wir arbeiten mit Aufnahmen aus Ihrem Betrieb, nicht mit neu installierter Technik. Dazu braucht es bei diesem Baustein etwas mehr Vorarbeit auf Ihrer Seite als bei den anderen: Für das Anlernen benötigen wir Bilder und Videosequenzen der Stelle, möglichst unter echten Bedingungen und mit den typischen Varianten und Fehlern. Wie Sie die Aufnahmen am einfachsten gewinnen, klären wir vorab gemeinsam, und auf Wunsch unterstützen wir Sie dabei. Ziel ist der Nachweis, dass es unter Ihren Bedingungen funktioniert, mit Ihren Abläufen und Ihren Varianten. Über die Hardware für den Betrieb sprechen wir erst danach.

  • Auswahl der Stelle mit dem größten Prüf- oder Zählaufwand
  • Bilder und Videosequenzen aus Ihrem Betrieb bereitstellen, mit vorhandenen Kameras oder einfachen Mitteln, auf Wunsch mit unserer Unterstützung
  • Anlernen auf Ihren Teilen, Objekten und Abläufen
  • Abgleich: System und Mensch bewerten oder zählen dieselben Aufnahmen
  • Auswertung der Abweichungen, in beide Richtungen
  • Empfehlung, welche Hardware Sie für den laufenden Betrieb brauchen
Kontakt

Eine Stunde, eine ehrliche Einschätzung

Nicht Technik, sondern eine Frage: Wo drückt der Schuh in Ihrer Produktion, und was kostet Sie das ungefähr? Wir kennen die Antworten aus vergleichbaren Betrieben und sagen offen, wenn sich ein Einstieg nicht rechnet.

Kein IT-Aufwand, keine Vorbereitung, keine Unterlagen nötig. Wenn es passt, folgt die Machbarkeitsprüfung an einer Linie oder einem Datensatz, mit vorab festgelegtem Umfang und Preis.

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